Die Fastenzeit neigt sich dramatisch gen Ende! Nicht, dass mich diese 40 Tage jetzt in irgendeiner Weise vom Fleischkonsum abgehalten hätten, aber so kann ich guten und reinen Gewissens mal wieder etwas über „FLEISCH“ posten!

Und zwar inspiriert durch einen Artikel in der aktuellen BEEF! neun! Der Artikel trägt den Titel „Gottes Rinder“ und bezieht sich auf Argentinien, seine Männer, die letzten Gauchos, Rinder und v.a. allem auf deren Fleisch und den übermäßigen Konsum desselbigen!

In unseren Breiten ist man ja überwiegend der Meinung, die USA sei das Mekka, was Beef & Burger und vor allem deren Größe und Gewicht anbelangt. In Bezug auf die Burger mag das vielleicht gerade noch stimmen. Aber was Rindfleisch und seinen Verzehr in rauhen Mengen anbelangt ist die USA in Bezug auf Argentinien der reinste Kindergarten!

So isst der Argentinier rund 55kg Rindfleisch pro Jahr, das entspricht in etwa der fünffachen Menge eines Durchschnittsdeutschen! Eine „halbe Portion“ Rindfleisch im Restaurant „Los Talas“ wiegt beispielsweise so um die 600 Gramm! Das Restaurant hat 450 (!) Tische und einen Grill mit 25 qm² Grillfläche! An einem guten Sonntag werden dort rund 800 kg Rindfleisch verzehrt! Guten Bekannten wird dort vor der eigentlichen Bestellung gar noch ein „Entrée“ in Form eines rund 400 Gramm schweren Bauchlappens kredenzt!

Asado en Mendiolaza - Männer am Grill

Asado en Mendiolaza - "Das letzte Abendmahl" auf argentinisch

Am Liebsten isst der Argentinier aber vom eigenen Rost, was wir natürlich gut nachvollziehen können! Besonders am Wochenende hängt der Geruch von Rauch und Gegrilltem in der Luft, dann wenn die Argentinier sich zum „Asado“ treffen! Das argentinische Grillfest, bei dem stundenlang gegrillt, Rotwein getrunken und geplaudert wird, beginnt mit etwas Salami und Käse, dann folgen Würstchen und Innereien, erst nach einigen Stunden das Fleisch, das Beste zum Schluss! Eine unheimliche Völlerei, bei der man(n) freiwillig auf Beilagen verzichtet. „Männer, die Salat essen, sind wie Frauen!“ lautet ein Zitat aus dem Artikel! STIMMT, sagen wir! 😉

Für ein solches „Asado“ im kleinen Familienkreis, das heißt vier Personen, werden dann beim Metzger/Schlachter des Vertrauens sieben Kilo Fleisch gekauft. Dieser wird dann oft gar noch gefragt, ob das reichen würde!?! Der Preis für das beste Stück, also das Filet liegt in Argentinien bei rund 11 € pro Kilo.

„[…]ein Asado [ist] das einfachste Gericht auf der Welt. Man muss einfach ein Feuer anzünden, gutes Fleisch auf den Grill legen und abwarten – einen Eintopf zu kochen ist schwieriger!“

Argentinisch Grillen

Also Männer, auf nach Argentinien. Oder zumindest könnten wir mal eine Art „Asado“ in Leinach aufziehen! Mit Fleisch aus Aschfeld! 😉 –> Richtig argentinisch grillen – Eine Anleitung

Der gesamte Artikel: Gottes Rinder – BEEF! neun – absolut lesenswert! Danke an BEEF! für diesen super Artikel! Mir ist das Wasser im Mund zusammen gelaufen und meine Reiselust wurde geweckt!

Quelle: BEEF! neun – Seiten 116ff